Impressum Cthulhu-Convention > 2006 > Rueckblick


logo_coc.gif

Sorry, your language (en) is not supported so far. Please consider an online translation service, such as translate.google.com.
Rückblick

Die deutsche Cthulhu-Convention

Drei Jahre in den Klauen des kollektiven Wahnsinns

Osterzeit zieht näher schon,
es drohet uns der Cthulhu-Con.

Liebe Freunde, Gefährten hinter uns liegender Tage,


ich hoffe, diese Zeilen erreichen Euch, bevor das Unausweichliche mit mir geschieht. Zu lange habt ihr nichts von mir gehört, zu lange habe ich geschwiegen und versteckte mich voller Angst vor dem, was geschah und was erneut kommen wird. Osterzeit rückt näher schon,... und ich starre wie hypnotisiert auf die Zeiger meiner alten Taschenuhr, die mit jeder Bewegung die Zeit nach vorne schieben. Fast sollte ich dankbar sein, denn vergehende Zeit trägt mich hinweg von jenen Erinnerungen, die ich machen musste. Doch vergesse ich keine Sekunde meines Lebens, dass vergehende Zeit mich auch nach vorne trägt, nach vorne zu Weiterem, was zu verdrängen mir dann unmöglich sein wird.

Liebe Freunde, auch wenn ich Euch vielleicht niemals mehr wieder sehen werde und in jedem Schatten, in jedem Huschen am Horizont meiner Wahrnehmung meinen Untergang drohen wähne, so muss ich doch diese Zeilen schreiben als Warnung an Euch. Denn jetzt sehe ich alles so klar wie nie. Es gibt ein Muster. Wir werden manipuliert.

Die Ursprünge der Idee, eine Deutsche Cthulhu-Convention zu organisieren, liegen im Dunkeln der Tradition verschollen. Doch weiß ich noch, wie Tom Weghofer und ich die ersten Schritte in Bad Vilbel unternahmen, um dort am 30. und 31. August 2003 die erste deutsche Cthulhu-Convention zu organisieren. Und fast 80 Besucher fielen auf den Ruf herein. Ein Samstag und ein Sonntag voller Cthulhu-Spielrunden, Workshops, Gesprächen unter und mit Anhängern des Cthulhu in einer Location, die so finster war wie meine Träume es jetzt sind. Inzwischen weiß ich: Bad Vilbel muss brennen. Erinnert Euch, wie sie gejauchzt haben damals, als es nur ein Messer für alle gab, im Wahnsinn gejauchzt. Und wir zogen die anderen mit hinein: Menschen, deren Namen nicht genannt werden können und das Ehepaar Vera und Daniel Schrader. So viel Unschuld vernichteten wir an diesem Wochenende.

Damals wusste ich es noch nicht, aber es war erst der Anfang. Alles wurde anders nach diesem ersten Mal. Wir gruppierten uns. Wir versammelten uns. Wir unterwarfen uns freiwillig der nächsten, der zweiten deutschen Cthulhu-Convention vom 2.- 4.April 2004. Die Maschine, ich höre immer noch diese Maschine und das Schreien ihrer Patienten. Ich war ein Arzt. Ein Professor. Ein Benutzter! Vera Schrader war ein Arzt oder eine Ärztin oder etwas dazwischen. Raphael Schilp war ein Arzt und ein Koch oder etwas dazwischen. O Höllenpein, warum haben wir ihn da mit hinein gezogen. Er war doch unschuldig. Daniel Schrader war ein Arzt. Andreas Schneider war ein ... Zivi, doch deswegen nicht weniger benutzt. Und all die anderen, die geholfen haben,... sie waren doch einst so unschuldig. Und wieder lockten sie mit Spielrunden, Workshops, Liferollenspiel und dem Gefühl der Gemeinschaft. Das Essen, alleine das Essen,... Es hätte uns auffallen müssen. Es war kalt in der Schlossklinik Lohra. Was für eine Klinik, doch alle fielen darauf rein. Sie alle nahmen ihre Pillen. Fast alle freuten sich über das Wochenende. Nur wenige entkamen. Habt Ihr denn nicht erkannt, wie morbide alles ist. Wart Ihr denn nie auf der Toilette. Es war so kalt. Es hätte euch auffallen müssen. Erinnert Ihr euch an das Spülen? Da waren diese Spülbecken... und,... dann war da diese Maschine...
Was haben sie mit uns gemacht?

Es muss ihnen aufgefallen sein. Es muss, denn sonst hätten sie nicht die Location gewechselt bei der dritten deutschen Cthulhu-Convention vom 18.- 20.03. 2005. Dieses Schloss bei Fulda. Ich sehe es jetzt immer noch vor mir, aber jetzt erkenne ich es. Betrug! Ich habe davon geträumt. Schon lange vor der ersten Convention habe ich davon geträumt. Und Vera auch. Wurde sie benutzt, uns dieses Schloss zu zeigen? Daniel fiel auch darauf herein. Raphael war willenlos. Sie hatten sein Gehirn weich gemacht, als er sah, dass es eine Spülmaschine gab. Es gab ... eine Spülmaschine und echtes Geschirr und abschließbare Toiletten und eine Heizung... es gab da eine Heizung! Ich weine. Wisst Ihr denn nicht, dass es dort endlich eine Heizung gab? Und jeder hatte sein eigenes Messer für sich alleine. Aber das Personal? Erinnert Ihr euch denn nicht mehr an das Personal. Sie spielten alle so, als ob dies ein Hofstaat wäre und sie spielten alle gut. Ich bin auch darauf hereingefallen. Da war dieser Gärtner und dieser Bucklige. Und dann kam dieser Samstag Abend. Wenn ich mich zu erinnern versuche, sehe ich nur eine Lichtgestalt. Wer war dieses Wesen in Gelb? Wer war ... der König? Glaubtet Ihr Narren denn etwa, alles wäre so schön gewesen und nur für euch gemacht und es hätte keine Konsequenzen. Könnt ihr seither schlafen? Ruhig schlafen? Ihr könnt? Dann mischen sie euch etwas in euer Wasser. Sie mischen euch etwas in euer Wasser. Ihr müsst aufhören, das Wasser zu trinken. Aufhören! Hört Ihr! Es gab Spielzimmer und jeder, ich meine jeder hatte eine Spielrunde. Versteht Ihr denn nicht? Jeder hatte eine Spielrunde, jeder der wollte. Wie hat Daniel das so hinbekommen, dass jeder spielen konnte und nicht warten musste. Wie... hat... er... das...,... wie haben sie ihn dazu gebracht. Wie konnten sie uns das antun, dass jeder spielen konnte, wenn er wollte? Ich merke, wie ich blind werde vor lauter Tränen, die stumm über meine Wangen rinnen... Spielrunden aller Epochen, der Workshop mit Kostja Kleye und Frank Heller, Gespräche mit, von, um Cthulhu von und mit Machern und Fans. Es gab da auch ein Liferollenspiel! Ich erinnere mich noch an dieses Life... ich träume davon,.. Nein! Ich erlebe es jeden Tag auf neue, wenn ich die Augen schließe. Es waren so viele in J. Schmidt ... so viele... und sie haben sich täuschen lassen. Und das Essen. Wie konnte es so viel zu Essen geben? Frühstücksbuffets und am Samstag zum Mittagessen trugen sie Indische Spinatkreationen und Brokkoli-Kartoffel-Gratin aus der Küche hoch. Berge von Essen... erinnert euch an das Buffet vom Samstag Abend... Das ganze Buffet weggegessen. Alles habt Ihr weggegessen. Ich schmecke immer noch diese Blätterteigtaschen... mehr war ja nicht mehr da! Der Samstag. Dieser Maskenball. Alle trugen Masken und keiner erkante, was ihnen aus den Köpfen ragte. Antennen? Waren es Antennen oder waren es Federn. Es waren Antennen... -Federn... Erkennt ihr es denn nicht? Ist das alles normal für eine Convention? Und das Essen,... sie vernebelten unsere Sinne mit dem Essen. Wir hätten erkennen müssen, dass sie etwas im Schilde führen. Es gibt noch so viel mehr Hinweise. Die Stimmung. Habt ihr euch nicht wie zu Hause gefühlt? Gab es keine bequemen Doppelzimmer und größere Zimmer? Warme Zimmer. Spielzimmer. Esszimmer? Die Con-Taverne mit Dingen, die unser Bewusstsein verändern sollten, und als normale Gebrauchsgegenstände wie Softdrinks und Süsszeug getarnt waren,... immerhin gab es sie zu fairen Preisen. Überall nette Leute, da waren überall nette Leute und alle hatten geduscht... ist das denn normal für einen Con? Ich meine, sie waren alle geduscht! Nein! Es hätte uns auffallen müssen, aber wir waren schon zu tief darin gefangen, in den Cthulhu-Conventions.

Jetzt, meine Freunde, jetzt werde ich Euch verraten, was sie vorhaben. Jetzt decke ich das Geheimnis auf, dass sie um die Convention spinnen. Es wird kommen. Die vierte wird kommen mit den üblichen Verdächtigen und noch mehr... Helge Hudel ohne Haare und ohne Hoffnung ist dabei. Florian Hopfner haben sie. Und der arme Tobias Kieninger... warum ihn auch? Er war doch einmal so jung! Könnt ihr sie denn nicht in Ruhe lassen... Sie wollen...
Oh ...Ein Audi fährt vor... es klingelt an meiner Türe. Bin gleich zurück.

Das Klingeln eines Telephons. Der Mann, der es hielt, blickte auf den Brief vor ihm. Das Freizeichen ertönte und dann das schwere Atmen seines Gegenübers. „Sir! Wir haben ihn. Gerade noch rechtzeitig, wie mir scheint. Er wollte einen Brief an alle anderen abschicken. Hatte sich in einer Kirche versteckt, der Verrückte.“ „Was steht drinnen?“ „Unerfreuliche Wahrheiten, Sir... Ich meine: Alles Lügen natürlich. Warnungen an alle, die schon einmal dort gewesen sind und die vielleicht einmal kommen wollen. Er wollte die Wahrheit all denen bringen, die bereits im Netz gefangen sind, Sir.“ Eine Sekunde füllte Schweigen das andere Ende der Leitung. „Das wäre sehr unerfreulich geworden, Agent. Drei Jahre Arbeit und ein großes Stück im Puzzle wären zerstört worden. Wie konnte er dem Einfluss von dem Ding in seinem Kopf entgegenwirken?“ „Wir wissen es noch nicht, Sir. Wir nehmen seinen Körper erst mal mit. Wahrscheinlich hat er bei der letzten Convention am Samstag Abend nur noch Blätterteigtaschen zu essen bekommen. Mehr war ja am Ende nicht mehr da... Das könnte schlüssig sein, wenn ich darüber nachdenke, Sir. Die restliche Orga und die Helfer habe auch nicht mehr bekommen und sie sind auch auffällig geworden. “ „Tauschen Sie bei Bedarf die Körper aus. Diese Orga ist ein zu mächtiges Werkzeug, um sie fallen zu lassen. Die anderen haben sie inzwischen?“ „Ja, Sir. Alle tragen wieder ihre kleinen Freunde unter der Schädeldecke. Was soll mit dem Brief geschehen?“ „Vernichten sie ihn und ... schreiben sie einen Neuen. Irgendwas nettes, etwas positives über diese Conventions. Etwas, was Lust macht, dorthin zu kommen. Schreiben sie, es wäre die beste Convention in Deutschland. Bedanken sie sich für die unersetzliche Hilfe der Helfer auf den Conventions. Hinterlassen sie ein paar freundliche Worte an die Offiziellen wie Verlagsleiter und Chefredakteur und danken sie denen auch. Schreiben sie was über das einmalige und charmante Publikum des Cons, das stets freundlich, verständnisvoll und hilfreich dabei war. Die Orga meint das sogar ernst, sobald sie wieder uns gehören, und die Leute wollen so etwas hören. Schmieren Sie ihnen unseren Honig ums Maul. Die nächste Convention muss noch größer werden. Der Plan rollt, Agent. Das Puzzle wächst. Das Herz schlägt. Die nächste Convention reift. Also, an die Arbeit!“ „Verstanden, Sir. Es ist eine Freude, dienen zu dürfen!“ Dann riss die Verbindung ab. Kein Tut-Tut-Tut, sondern, wie immer, der Atemzug Stille. Dann sprach, wie immer, die Frau: „Die von ihnen gewählte Rufnummer ist nicht vergeben.“

Der Agent nahm einen Zettel und einen Stift und schrieb:

Die deutsche Cthulhu Convention
Drei Jahre reinste Wonne und Freude

Liebe Freunde,

Nach drei kommt vier. Schon immer war es so. So soll es auch bleiben. Um also die Regeln der Mathematik und des Universums nicht zu brechen:
Wir laden herzlichst ein zur vierten, deutschen Cthulhu-Convention vom 7.-9.April 2006 in Buchenau bei Fulda. Alle wichtigen Informationen, Preise und Programm, Anmeldung, Specials und Anfahrt, Zimmer und Kontaktdaten finden sich unter www.cthulhu-convention.de und vieles mehr wie Berichte und Bilder der letzten Conventions.

Mehr als die Einladung aussprechen können wir nicht.
Werbung dürfen die anderen machen. Hier ein paar Stimmen zur letzten Convention... und die "Stimmen" sprechen für uns:

* Puuu, das war was! Sie war großartig, die diesjährige - insgesamt bereits dritte - Cthulhu Convention.
* Ein Con der Spitzenklasse
* Die Con war klasse
* Perfekte Location
* Danke für ein super Essen
* Es war ein tolles Wochenende mit gutem Essen, jede Menge guter Unterhaltung, spannenden und amüsanten Spielrunden und natürlich einer super Location.
* Wer nicht da war hat wirklich was verpasst..
* Ein unvergessliches Wochenende
* Cthuthuloides Familientreffen
* Sehr Stimmungsvoll, [...], so viele wirklich nette Leute [...] ohne jede Einschränkung richtig geil
* Die Cthulhu-Con ist etwas ganz Besonderes
* Geile Cthulhu-Convention, [...] geniales Wochenende, [...] die ganze Atmosphäre der Convention war genial [...], wirklich schön vom Alltagsstress abschalten [...], GENIALES Wochenende
* Ein wirklich tolles Event.

Wir freuen uns ganz besonders auf euch.

Gez.: Ein Freund

P.S. Wenn ihr das hier rechtzeitig lest,... es sind vielleicht noch Plätze frei.
P.P.S: Nehmt bitte eure Pillen. Sie sind gut für euch.
P.P.P.S: Ach ja, und nehmt eure Pillen mit viel Wasser ein. Das Wasser ist auch gut für euch.
Einige Momente lang musterte der Agent sein Machwerk. Dann strich er das "ein Freund" durch. Er lächelte. Täuschung musste stets perfekt sein. Dann schrieb er:
Gezeichnet,
Christoph Maser
I.A. Eurer besonderen Freunde, der Cthulhu-Convention Orga
© 2004-2006 glyphen.de